itinera animae
Reisen in die Wüste und zu sich selbst


Tipps für Wüstenreisende:

 

Wenn Sie vorhaben, in die Wüste zu gehen, können Ihnen einige Tipps und Hinweise vielleicht hilfreich sein.


Tiere

Wer in die Wüste geht, hört oft den typischen Ausruf: „Aber da gibt es doch Schlangen und Skorpione!“ Das ist richtig. Es gibt von beiden sogar etliche Arten. Aber es ist eine seltene Gelegenheit, wenn man mal so ein Tier in der Wüste zu sehen bekommt. Durch umsichtiges Verhalten lässt sich weitgehend vermeiden, dass es zu unliebsamen Begegnungen kommt und das Gegenüber sich bedroht fühlt und deshalb sticht oder beißt. Ein Skorpionstich muss nicht zwangsläufig zu starken körperlichen Reaktionen führen. Bei einem gesunden erwachsenen Menschen kann die Auswirkung einem Bienenstich vergleichbar sein. Kinder und geschwächte Menschen sind eher gefährdet.

 

Foto

Bitte setzen Sie Ihre Kamera rücksichtsvoll ein. Stellen Sie sich vor, ein völlig fremder Mensch, mit dem Sie kein Wort gesprochen haben, nähert sich Ihnen, hält Ihnen eine Kamera vors Gesicht und drückt ab. Wie fühlen Sie sich?

Das Zauberwort lautet: „mumkin“ (möglich)? Zeigen Sie dabei auf die Kamera. Wenn Ihr Gegenüber signalisiert, dass er oder sie nicht fotografiert werden möchte, so sollten Sie dies unbedingt respektieren und auf das Motiv verzichten. Schließlich hat der Wüstenbewohner keine Ahnung, was im Weiteren mit seinem Bild passiert.

 

Kleidung

Wenn Sie das Bedürfnis haben, sich den Einheimischen gegenüber respektvoll zu verhalten, dann benehmen Sie sich einfach so höflich, wie Sie es zu Hause auch tun würden. Kleidung, die viel Haut zeigt oder die Konturen betont, wird von den Beduinen als unsittlich empfunden. Besser ist es, Sie ziehen lange Sachen an.

 

Umgangsformen

Bevor man sich auf den Teppich setzt, sollte man die Schuhe ausziehen. Ist Ihnen das aber zu umständlich, so achten Sie wenigstens darauf, dass die Sohlen nach unten oder hinten weisen und nicht auf den gegenüber Sitzenden. Im Allgemeinen gilt die Regel, dass Sie als Gast König sind und als Fremder Narrenfreiheit genießen. Man wird Ihnen mehr oder weniger alles nachsehen.

 

Sonnenschutz

Denken Sie in der Wüste immer unbedingt daran, sich vor der Sonne zu schützen, cremen Sie sich gut ein. Ein Tuch um Kopf und Hals gebunden, wie bei den Beduinen üblich, ist ein perfekter Schutz gegen Sonne, Wind und Sand.

 

Essen und Trinken

Ebenso wichtig ist es, viel zu trinken, auch wenn man keinen Durst verspürt.
Bei Durchfall am besten Kamillen- oder Fencheltee trinken. In der persönlichen Reiseapotheke sollten Sie evtl. ein passendes Medikament gegen Durchfall dabei haben.
Das Essen, das die Beduinen zubereiten, auch die Salate kann man normalerweise bedenkenlos essen.


Übernachten

Sollten Sie in der Wüste übernachten, dann sehen Sie sich Ihren Schlafplatz am besten noch bei Tageslicht gut an. Achten Sie darauf, dass es keine dornigen Gewächse gibt. Beschweren Sie leichte Dinge wie etwa Schlafsackhülle grundsätzlich, da oft ein Windstoß aufkommt. Gehen Sie nicht barfuß. Verschließen Sie Taschen grundsätzlich, lassen Sie nichts herum liegen, z.B. Bücher – Kamele fressen alles, was nicht niet- und nagelfest ist.
Den Schlafsack öffnet man am besten immer erst unmittelbar vor dem Schlafengehen, um sicher zu gehen, dass dort sonst noch niemand hineingekrabbelt ist. Ebenso abgelegte Schuhe vor dem erneuten Anziehen immer erst einmal ausschütteln.



 
 
 
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